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Hitze-Hotspots erkennen: 

Warum Thermografie die Lebensversicherung für 
Ihre Industrieanlagen ist

Die unsichtbare Gefahr: Wie Überhitzung zu teuren Stillständen führt

In der industriellen Produktion zählt jede Minute. Ein ungeplanter Stillstand kann schnell Kosten im fünf- oder sechsstelligen Bereich verursachen – ganz zu schweigen vom Risiko eines Brandschadens.

Die meisten dieser Ausfälle beginnen unauffällig: als leichte Temperaturerhöhung in einem Schaltschrank, einem Motor oder einem Lager. Herkömmliche Sensoren erkennen dieses Problem oft erst, wenn es bereits kritisch wird. Die Überhitzung führt zu Materialermüdung, erhöhtem Verschleiß an Kontakten und schließlich zum Totalversagen der Komponente.

Typische Schwachstellen, die zur Gefahr werden:

Diese "Hitze-Hotspots" sind die tickenden Zeitbomben in Ihrem Betrieb.

Thermografie als Frühwarnsystem: Der Blick hinter die Fassade

Hier kommt die industrielle Thermografie ins Spiel. Sie ist das effektivste und berührungslose Frühwarnsystem für Ihre gesamte Anlage.

Eine hochauflösende Infrarotkamera, bedient von einem zertifizierten Sachverständigen, misst nicht die reale Flamme oder den Kurzschluss, sondern die Wärmestrahlung der Komponenten. Die Kamera wandelt diese in ein farbkodiertes Bild (Thermogramm) um, auf dem jeder Temperaturunterschied sofort sichtbar wird.

Ein nur wenige Grad wärmerer Kontakt im Schaltschrank leuchtet auf dem Thermogramm hell auf – lange bevor Rauch entsteht oder die Sicherung auslöst. Diese präventive Analyse ermöglicht es Ihrem Instandhaltungsteam, das Problem gezielt und geplant zu beheben (z. B. durch Nachziehen einer Klemme oder Austausch eines Kontakts), bevor es zur Katastrophe kommt.

Kosten-Nutzen-Rechnung: So rechnet sich die präventive Prüfung

Die regelmäßige Durchführung einer professionellen Thermografie-Prüfung ist keine Ausgabe, sondern eine Investition, die sich schnell amortisiert:

Kostenfaktor Ungeplanter Ausfall 
(ohne Thermografie)
Geplante Wartung 
(mit Thermografie)
Produktionsausfall
Tage oder Wochen Null
Materialkosten Komplettaustausch beschädigter Komponenten oder auch ganzer Anlagen Austausch Einzelteile 
(z.B. nur der Klemme)
Folgeschäden Hohe Brandgefahr, Schäden an Nachbaranlagen Null
Versicherung Höhere Prämien oder Verlust des Versicherungsschutzes Entweder Grundvoraussetzung oder​Prämienvorteile durch 
regelmäßige Prüfungen

Indem Sie durch die Thermografie Hotspots in Ihren Anlagen oder Maschinen rechtzeitig identifizieren, verhindern Sie nicht nur den Ausfall der Anlagen und die damit verbundenen Reparaturkosten, sondern schützen auch die umliegende Infrastruktur und Ihr Fachpersonal.

Normen und Vorschriften: Ein Muss für die Betriebssicherheit

Die Relevanz der Thermografie ist auch im Bereich der Compliance nicht zu unterschätzen. Viele Betreiber werden durch spezifische Normen, Richtlinien und vor allem durch ihre Versicherungsanbieter zur regelmäßigen Überprüfung ihrer elektrischen Anlagen verpflichtet:

  • VdS-Richtlinien: Insbesondere die VdS 2859 fordern in vielen gewerblichen und industriellen Bereichen die jährliche oder zweijährliche Prüfung elektrischer Anlagen durch VdS-anerkannte Sachverständige. Die Thermografie ist hierbei ein zentrales Element.
  • DGUV V3: Die Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) wird durch die Thermografie optimal ergänzt, da sie die Mängel unter realer Last sichtbar macht.

Fazit: Eine normgerechte und durch zertifiziertes Personal durchgeführte Thermografie-Prüfung dient nicht nur der reinen Betriebssicherheit, sondern gewährleistet auch den vollen Versicherungsschutz im Schadensfall.


Sie möchten Ihre Anlagen effektiv vor Stillstand und Brandgefahren schützen? Kontaktieren Sie Borchers Industrie-Thermografie für eine unverbindliche Beratung und erfahren Sie, wie unsere zertifizierten Sachverständigen die Lebensdauer Ihrer kritischen Infrastruktur verlängern können.